FBE e.V. - Themenabend Die Heilkraft der Berge, 17.3.06
Wann? Freitag, 17.03.2006, ab 19.30 Uhr
Wo? Gasthaus zur schönen Aussicht / Westerbuchberg/Übersee
Wie viel? € 4,- Mitglieder, € 6,- Abendkasse
Wirtschaft, Kurwesen und Touristik bauten schon lange auf unsere Naturkräfte – Sole, Salz,Moor Höhenklima, Heilwasser sind schon lange Zeit ein wichtiger Bestandteil unser Heimat. Doch seit einigen Jahren entdecken Einheimische und Gäste andere Wege der Heilung. In einer Gesellschaft und Kultur, die ständig von Informationen, Kommerz und Bedürfnisbefriedigung überflutet wird, gibt es einfache, spirituelle und kostenlose Wege zum Seelenheil. Heimat wird langsam wieder zu einem Begriff, der frei von politischer Färbung wieder zu Sinnhaftigkeit und Lebensfreude führt.
Unsere keltischen Vorfahren haben uns Schätze hinterlassen, die sich in Mythen und sagenumwobenen Kraftorten neu entdecken lassen. Wer kennt schon den Elfenstein am Höglwörther See oder den Herzstein im Kirchholz? Wer weiß um die Bedeutung geheimnisvoller Sonnenlöcher in unseren Bergen? Wer kennt den Schalenstein in der Nonner Kirche oder die zahlreichen Sagen um Drei Wildfrauen?
Viele Orts-, Flur-, Gewässer- und Bergnamen sind Hinweise auf ursprüngliche Bedeutungen von „besonderen Plätzen“, von sogenannten Kultorten, die es in unserer Heimat in einer unglaublichen Fülle zu finden gibt. Historiker und Heimatforscher haben sie dokumentiert und beschrieben – aber um sie wirklich zu verstehen, kann man nur alle Sinne einsetzen. Man kann sie erfühlen und erbeten, so wie es die Mönche einer Klosters im Salzburger Land mit dem Wiederentdecken des großen alpinen Pilgerwegs zum Großglockner getan haben. Seit einigen Jahren kann man beobachten, wie überall Pilgerwege entstehen. Der bekannteste von ihnen, der Jakobsweg, hat in der Vergangenheit gerade in Bayern eine Vielzahl neuer „Zubringer“ gefunden. Plötzlich gibt es in unserer Heimat Hinweistafeln auf Pilgerwege, die an den alten Kirchen und „Landschaftstempeln“ zu den Orten der Besinnung und Einkehr führen. 2005 wurde die „Via Nova“ eingeweiht – ein Pilgerweg der auf seinen Stationen auch unsere Region berührt oder der Arnoweg, der uns über viele heilige Berge füh
Bergsteigen und Bergwandern als neuer Weg zur Selbstfindung und zu Gott? Petroglyphen und Felsritzungen belegen, dass dies schon vor Jahrtausenden geschah. Auf der Reiteralm gibt es sowohl ein Gebiet als auch eine Höhle, die als „Kirche“ kartografiert sind – und in jener Höhle ist voller mystischer Felszeichen, die Zeugnis abgeben, von der Verbundenheit unserer Ahnen mit der Natur. Auch in Talnähe der Reiteralm, so z.B. im Tal der Schwarzbachalmen gibt es uralte und auch neue alpine Steinkreise zu finden. Kennen wir den Begriff nur von Stonehenge? Ist es nicht Zeit, die Geheimnisse der Natur auch vor unserer Haustür zur ergründen und zu ehren?Im Lattengebirge gibt es ein Sonnenphänomen, das zweimal im Jahr zu beobachten ist und gerade jetzt wieder vor seiner Aktivitätsphase steht. Wer weiss davon, dass die Kelten ihre Ahnen zu Füssen jenes Sonnenlochs bestatteten?
Vom Untersberg heißt es, er sei eines der kraftvollsten Gebirgsstöcke der Alpen. Wer kennt noch die unheimlichen Geschichten um die Untersbergmandl oder die Geschichte vom legendären Zeitportal, was sich nur alle paar Jahre am Maria Himmelfahrtstag öffnen soll ? Er ist einer der höhlenreichsten Gebirge, wo auch wieder Geier und Adler zu finden sind. Während er in früheren Zeiten nur der „Wunderberg“ genannt wurde, sprechen einige von ihm als das „Herzchakra der Erde“.
Soziologisch ist erwiesen, dass nur Gesellschaften mit vielen Mythen lebendige und gesunde Gesellschaften sind. Und unser Berchtesgadener Raum scheint zu jenen lebendigen und heilbringenden Regionen zu zählen.
Wer mehr über jenes alte Heilsystem der Natur und ihre Kraftorte im Reichenhaller Raum erfahren möchte, kann sich am Freitag, 17.3.06 ab 19.30 Uhr beim Forum Bioenergetik im Gasthaus Zur Schönen Aussicht in Übersee am Chiemsee beim Vortrag vom Diplom Sozialpädagogen Rainer Limpöck darüber informieren und neue Bilder und Klänge unserer Heimat erfahren. In Übersee wird er dabei vom Alpenbarden Od*Chi musikalisch begleitet.






